Handy, Hülle und Ladebuchse richtig reinigen

Handys sind das Gebrauchsobjekt, das wir am häufigsten anfassen und am seltensten putzen. Dabei braucht es kein Spezialmittel: ein Mikrofasertuch, ein wenig Wasser und ein Zahnstocher decken neunzig Prozent ab. Wichtiger als das Womit ist das Wie.
Display
Auf dem Glas liegt eine dünne fettabweisende Schicht, die Fingerabdrücke reduziert. Sie nutzt sich mit den Jahren ab, und aggressive Mittel beschleunigen das. Nimm ein leicht angefeuchtetes Mikrofasertuch, wische ohne Druck und trockne mit der trockenen Seite nach.
Desinfektionstücher mit rund 70 Prozent Isopropanol darfst du gelegentlich verwenden, etwa nach einer Erkältung. Täglich sollten sie nicht sein. Nichts zu suchen haben Glasreiniger, Spiritus, Scheuermittel und Küchenpapier, das feine Kratzer hinterlässt.
Lautsprecher und Hörmuschel
Staub im Gitter dämpft den Ton hörbar. Eine weiche, trockene Bürste, etwa eine ausgediente Zahnbürste, löst ihn heraus. Bürste dabei nach unten, damit der Schmutz herausfällt statt tiefer zu rutschen.
Druckluft aus der Dose ist keine gute Idee: Der Druck kann Membranen beschädigen, und viele Hersteller raten ausdrücklich davon ab. Nadeln und Büroklammern zerstören das feine Gitter dahinter.
Ladebuchse
Wenn das Kabel nicht mehr sauber einrastet oder das Laden erst nach Wackeln startet, ist meistens gepresster Taschenflusen der Grund, nicht ein Defekt. So gehst du vor:
- Handy ausschalten.
- Mit einer Taschenlampe hineinschauen. Der Flusen sitzt als kompakter Pfropfen ganz hinten.
- Mit einem Holzzahnstocher vorsichtig an der Seite entlang schaben und den Pfropfen herausziehen. Nie mit Metall, das beschädigt die Kontakte.
- Nichts hineinsprühen. Flüssigkeit gehört nicht in die Buchse.
Die Hülle
Kunststoffhüllen aus TPU und Silikon wäschst du mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel, danach vollständig trocknen lassen. Restfeuchte zwischen Hülle und Gehäuse hinterlässt Flecken. Silikon zieht Fusseln an, dagegen hilft eine Fusselrolle besser als jedes Waschen.
Echtes Leder verträgt kein Spülmittel und keinen Alkohol. Dort genügt ein leicht feuchtes Tuch, gelegentlich etwas Lederbalsam, wie in Echtleder-Hülle pflegen beschrieben. Und wenn eine transparente Hülle gelblich wird: Das ist kein Schmutz, sondern Materialalterung, siehe Transparente Hülle vergilbt. Eine neue findest du in den Schutzhüllen.