Powerbank im Flugzeug: Was ist erlaubt?

Inhalt8
- 01Die Grundregel: Powerbank immer ins Handgepäck
- 02Wattstunden entscheiden: die Grenzen bei 100 und 160 Wh
- 03mAh in Wh umrechnen – so gehst du vor
- 04SWISS und Edelweiss: Das gilt seit dem 15. Januar 2026
- 05Neu 2025/26: Viele Airlines verbieten die Nutzung an Bord
- 06Praxis-Tipps für die Sicherheitskontrolle
- 07Welche Powerbank für die Reise kaufen?
- 08Fazit: Mit diesen 5 Punkten fliegst du entspannt
Ferien gebucht, Koffer gepackt – und jetzt die Frage: Darf deine Powerbank ins Flugzeug, und wenn ja, wohin damit? Damit bist du nicht allein. Die Regeln für Lithium-Akkus an Bord wurden 2025 und 2026 weltweit deutlich verschärft: Was letzten Sommer noch problemlos war, kann heute an der Sicherheitskontrolle konfisziert werden. Hier findest du die aktuellen Regeln aus Schweizer Sicht – inklusive der neuen Vorschriften von SWISS und Edelweiss.
Die Grundregel: Powerbank immer ins Handgepäck
Powerbanks enthalten Lithium-Ionen-Akkus. Werden diese beschädigt oder kurzgeschlossen, können sie überhitzen und Feuer fangen – und im Frachtraum würde ein solcher Brand erst spät bemerkt. Deshalb gilt weltweit und ohne Ausnahme: Powerbanks und lose Ersatzakkus gehören ausschliesslich ins Handgepäck, niemals in den aufgegebenen Koffer. Auch das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) weist ausdrücklich darauf hin. Wird eine Powerbank im aufgegebenen Gepäck entdeckt, wird sie entfernt – im dümmsten Fall verpasst dein Koffer deswegen sogar den Flug.
Wattstunden entscheiden: die Grenzen bei 100 und 160 Wh
Massgebend ist nicht die mAh-Zahl auf der Verpackung, sondern die gespeicherte Energie in Wattstunden (Wh). International gelten nach IATA, ICAO und EASA drei Stufen:
- Bis 100 Wh: erlaubt, ohne Genehmigung – bei den meisten Airlines maximal 2 Stück pro Person
- 100 bis 160 Wh: nur mit vorgängiger Genehmigung der Airline, ebenfalls maximal 2 Stück
- Über 160 Wh: im Passagierflugzeug generell verboten
mAh in Wh umrechnen – so gehst du vor
Auf den meisten Powerbanks steht die Kapazität in Milliamperestunden (mAh). Mit der üblichen Zellenspannung von 3.7 Volt rechnest du sie so um: Wh = mAh × 3.7 ÷ 1000. Die wichtigsten Werte auf einen Blick:
| Kapazität (mAh) | Energie (Wh) | Im Flugzeug |
|---|---|---|
| 5'000 mAh | 18.5 Wh | erlaubt |
| 10'000 mAh | 37 Wh | erlaubt |
| 20'000 mAh | 74 Wh | erlaubt |
| 27'000 mAh | 99.9 Wh | erlaubt (knapp unter der Grenze) |
| 30'000 mAh | 111 Wh | nur mit Airline-Genehmigung |
Faustregel: Alles bis rund 26'000–27'000 mAh bleibt unter 100 Wh und ist bei praktisch allen Airlines unkritisch.
SWISS und Edelweiss: Das gilt seit dem 15. Januar 2026
Die Lufthansa Group, zu der SWISS und Edelweiss gehören, hat ihre Regeln per 15. Januar 2026 verschärft. Konkret gilt auf allen Flügen:
- Maximal 2 Powerbanks pro Person, ausschliesslich im Handgepäck
- Nutzung an Bord verboten: Du darfst während des Flugs weder dein Handy an der Powerbank laden noch die Powerbank selbst an der Bordsteckdose aufladen (Ausnahme: notwendige medizinische Geräte)
- Nicht in die Gepäckablage: Die Powerbank muss unter den Vordersitz, in die Sitztasche oder an den Körper – so ist sie bei einem Zwischenfall sofort greifbar
- 100–160 Wh nur mit Genehmigung: solche Akkus musst du vorgängig bei der Airline anmelden, spätestens 48 Stunden vor Abflug
Neu 2025/26: Viele Airlines verbieten die Nutzung an Bord
Auslöser war unter anderem ein Akkubrand in einer Maschine von Air Busan Anfang 2025. Seither haben vor allem asiatische Airlines ihre Regeln massiv verschärft: EVA Air, Korean Air, Asiana, Singapore Airlines und Scoot verbieten das Benutzen und Laden von Powerbanks an Bord komplett, teilweise dürfen sie auch nicht mehr ins Gepäckfach über dem Sitz. Emirates erlaubt seit Oktober 2025 nur noch eine einzige Powerbank unter 100 Wh pro Person – ohne jede Nutzung während des Flugs. Und seit dem 27. März 2026 gilt zudem eine weltweite ICAO-Regelung: maximal 2 Powerbanks pro Person, Aufladen während des Flugs verboten. Trotzdem unterscheiden sich die Details weiterhin von Airline zu Airline. Deshalb: Prüfe vor jedem Abflug die aktuellen Bestimmungen deiner Airline – auch für den Rückflug, wenn du mit einer anderen Gesellschaft fliegst.
Praxis-Tipps für die Sicherheitskontrolle
- Kapazität muss lesbar sein: Die Wh- oder mAh-Angabe muss aufgedruckt und erkennbar bleiben. Powerbanks mit abgeriebener oder fehlender Beschriftung können konfisziert werden.
- Pole schützen: Anschlüsse gegen Kurzschluss sichern – Originalverpackung, eine Schutzhülle oder abgeklebte Kontakte genügen.
- Defekte Geräte zu Hause lassen: Aufgeblähte, beschädigte oder heiss werdende Powerbanks gehören nicht ins Flugzeug, sondern fachgerecht entsorgt (Verkaufsstelle oder Sammelstelle).
- Griffbereit halten: An vielen Flughäfen musst du die Powerbank separat aufs Band legen – pack sie zuoberst ein.
- Vorher vollladen: Da du an Bord meist weder laden darfst noch kannst, lädst du Powerbank und Handy am besten schon zu Hause oder am Gate.
Welche Powerbank für die Reise kaufen?
Für Flugreisen fährst du am besten mit einem Modell unter 100 Wh – also bis etwa 26'000 mAh. Für ein Wochenende reicht eine kompakte 10'000er-Powerbank (37 Wh), die dein Smartphone rund zweimal lädt. Für lange Reisen oder wenn du auch ein Tablet versorgst, ist ein 20'000er-Modell (74 Wh) der Sweetspot – immer noch klar unter der Grenze. Achte beim Kauf darauf, dass die Wh-Angabe gut lesbar aufgedruckt ist, und rechne mit grob CHF 20–70 für ein hochwertiges Reisemodell. In unserem Sortiment an Powerbanks von Anker, Baseus und Co. ist die Kapazität immer klar deklariert – und mit 30 Tagen Bedenkzeit kannst du in Ruhe testen, ob das Modell zu deiner Reise passt. Das passende Ladezubehör findest du bei unseren Kabeln, Ladegeräten & Powerbanks.
Fazit: Mit diesen 5 Punkten fliegst du entspannt
Powerbank immer ins Handgepäck, maximal 100 Wh (rund 26'000 mAh), höchstens 2 Stück, an Bord nicht benutzen oder laden – und vor dem Abflug kurz die Regeln deiner Airline checken. Hältst du dich daran, kommt dein Reiseakku ohne Diskussionen durch jede Kontrolle.