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Welche Powerbank brauche ich? mAh, Watt und Grössen erklärt

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RPD RedaktionVeröffentlicht 13. Juli 2026
Drei Powerbanks in unterschiedlichen Grössen neben Smartphone und Notebook auf einem Holztisch
Inhalt7
  1. 01mAh ehrlich erklärt: Warum 10'000 nicht gleich 10'000 ist
  2. 02Die drei Grössenklassen im Überblick
  3. 03Laptop laden: Auf die Watt kommt es an
  4. 04Magnetisch laden: MagSafe und Qi2
  5. 05Worauf du sonst noch achten solltest
  6. 06Entscheidungshilfe: Welche Powerbank für wen?
  7. 07Fazit

Deine Powerbank soll dich zuverlässig durch den Tag bringen – aber die Auswahl ist riesig: 5'000, 10'000 oder gleich 20'000 mAh? Reichen 20 Watt, oder brauchst du 100? Und warum lädt die «10'000er» dein Handy nicht dreimal voll, wie du eigentlich gerechnet hast? In diesem Ratgeber erfährst du, was hinter der mAh-Angabe wirklich steckt, welche Grössenklasse zu deinem Alltag passt und worauf du beim Laptop-Laden, bei MagSafe und im Flugzeug achten musst.

mAh ehrlich erklärt: Warum 10'000 nicht gleich 10'000 ist

Die Kapazität auf der Verpackung bezieht sich auf die Akkuzellen im Innern – gemessen bei ihrer Nennspannung von 3.7 Volt. Dein Smartphone wird über USB aber mit mindestens 5 Volt geladen. Die Elektronik der Powerbank muss die Spannung also hochwandeln, und dabei geht ein Teil der Energie als Wärme verloren. Dazu kommen Verluste im Kabel und in der Ladeelektronik deines Handys.

Die Faustregel: Teile die aufgedruckte Kapazität durch 1.4 bis 1.5, dann hast du die real nutzbare Energie. Eine Beispielrechnung:

  • Angegeben: 10'000 mAh (bei 3.7 V)
  • Real nutzbar: 10'000 ÷ 1.45 ≈ 6'900 mAh
  • iPhone-Akku: rund 3'500–3'700 mAh bei aktuellen Modellen
  • Ergebnis: knapp 2 volle Ladungen – nicht 3, wie die reine mAh-Rechnung suggeriert

Seriöse Hersteller wie Anker oder Baseus geben deshalb zusätzlich die Energie in Wattstunden (Wh) an. Diese Zahl ist ehrlicher – und sie entscheidet auch darüber, ob deine Powerbank ins Flugzeug darf (dazu unten mehr).

Die drei Grössenklassen im Überblick

KlasseGewicht (ca.)Ideal für
5'000 mAh100–150 gNotfall-Reserve für Jacken- oder Handtasche, ca. 1 Handyladung
10'000 mAh180–250 gAlltag und Pendeln, 1.5–2 Handyladungen
20'000 mAh und mehr350–500 gReisen, Tablet und Laptop, 3–4 Handyladungen

Für die meisten ist die 10'000er der Sweetspot: genug Reserve für einen langen Tag, aber noch handlich. Zur 20'000er greifst du, wenn du mehrere Geräte versorgst oder länger ohne Steckdose unterwegs bist.

Laptop laden: Auf die Watt kommt es an

Willst du ein Notebook laden, zählt nicht nur die Kapazität, sondern vor allem die Ausgangsleistung. Dein Laptop lädt über USB-C Power Delivery (PD) – und braucht je nach Modell zwischen 45 und 100 Watt: kompakte Ultrabooks ab etwa 45–70 W, leistungsstarke 14- bis 16-Zoll-Geräte eher 90–100 W. Liefert die Powerbank weniger, lädt der Laptop nur langsam, nur im Ruhezustand – oder gar nicht.

Achte auf drei Dinge: Erstens muss der USB-C-Port der Powerbank die nötige PD-Leistung liefern (z. B. «PD 65W» oder «PD 100W»). Zweitens muss das Kabel mitspielen – für mehr als 60 W brauchst du ein USB-C-Kabel mit E-Marker-Chip (für 100 W oder 240 W ausgelegt). Drittens lohnt sich PPS (Programmable Power Supply): Diese PD-Erweiterung regelt die Spannung stufenlos und lädt zum Beispiel Samsung-Galaxy-Modelle mit «Super Fast Charging» deutlich schneller.

Magnetisch laden: MagSafe und Qi2

Magnetische Powerbanks haften direkt auf der Rückseite deines Handys – kein Kabel, kein Gefummel. Sie funktionieren mit allen iPhones ab dem iPhone 12 (MagSafe) und zunehmend auch mit Android-Geräten, die den Qi2-Standard mit Magnetring unterstützen. Qi2 lädt kabellos mit bis zu 15 W, der neuere Standard Qi2 25W (auch «Qi2.2» genannt) mit bis zu 25 W.

Beachte: Kabelloses Laden ist weniger effizient als Laden per Kabel – aus derselben Kapazität holst du also etwas weniger Ladungen heraus. Für unterwegs sind magnetische Modelle mit 5'000 bis 10'000 mAh der beste Kompromiss aus Haftkraft, Gewicht und Reserve.

Worauf du sonst noch achten solltest

  • Anschlüsse: Zwei Ports (USB-C plus USB-A oder zweimal USB-C) laden Handy und Kopfhörer gleichzeitig. Praktisch sind Modelle mit fest integriertem Kabel – eines weniger, das du vergessen kannst.
  • Durchladen (Passthrough): Die Powerbank hängt am Netzteil und lädt gleichzeitig dein Handy – ideal auf dem Nachttisch oder im Hotelzimmer mit nur einer freien Steckdose.
  • Anzeige: Ein kleines Display mit Prozentangabe ist deutlich genauer als vier LED-Punkte.
  • Gewicht: Überlege ehrlich, was du täglich mittragen willst – die beste Powerbank nützt nichts, wenn sie zu Hause liegt.
  • Flugzeug: Powerbanks gehören ausschliesslich ins Handgepäck und dürfen maximal 100 Wh haben – das entspricht rund 27'000 mAh. Viele Airlines, darunter seit Januar 2026 auch SWISS und Edelweiss, erlauben zudem höchstens zwei Stück pro Person und verbieten das Verstauen im Gepäckfach. Prüfe vor dem Abflug die Regeln deiner Airline.

Entscheidungshilfe: Welche Powerbank für wen?

NutzertypEmpfohlene KapazitätEmpfohlene Leistung
Notfall-Reserve für unterwegs5'000 mAh20–22.5 W
Pendeln und Alltag10'000 mAh20–30 W
iPhone- oder Qi2-Nutzer (kabellos)5'000–10'000 mAh, magnetisch15–25 W kabellos
Vielreisende mit Handy und Tablet20'000 mAh30–65 W
Laptop-Nutzer unterwegs20'000–25'000 mAh65–100 W PD
Mehrtägige Touren und Camping25'000 mAh (unter 100 Wh)30–65 W

Fazit

Für die meisten reicht eine 10'000er mit 20–30 W völlig aus – rechne die mAh-Angabe einfach durch 1.4 bis 1.5, dann erlebst du keine Überraschung. Laptop-Nutzer schauen zuerst auf die PD-Wattzahl, iPhone- und Qi2-Fans profitieren von magnetischen Modellen. In unserem Sortiment an Powerbanks findest du geprüfte Modelle von Anker, Baseus und Co. – mit 30 Tagen Bedenkzeit und 2 Jahren Gewährleistung.

Häufig gestellte Fragen

Real nutzbar sind rund 6'500–7'000 mAh, weil bei der Spannungswandlung von 3.7 auf 5 Volt Energie verloren geht. Ein aktuelles iPhone mit ca. 3'500–3'700 mAh lädst du damit knapp zweimal voll. Bei den grösseren Pro-Max-Modellen ist es etwa anderthalbmal.
Ja, aber nur im Handgepäck und bis maximal 100 Wh – das entspricht rund 27'000 mAh. Viele Airlines, darunter SWISS und Edelweiss, erlauben seit Januar 2026 zudem höchstens zwei Powerbanks pro Person und verbieten das Verstauen im Gepäckfach. Prüfe vor dem Abflug die aktuellen Regeln deiner Airline.
Ja, wenn die Powerbank USB-C Power Delivery mit genügend Leistung unterstützt. Kompakte Notebooks brauchen etwa 45–70 W, leistungsstarke Modelle 90–100 W. Verwende zudem ein USB-C-Kabel, das für 100 W ausgelegt ist, sonst wird die Ladeleistung gedrosselt.
Ja, mit Android-Geräten, die den Qi2-Standard mit Magnetring unterstützen: Sie haften magnetisch und laden kabellos mit bis zu 15 oder 25 W. Bei Androids ohne Magnetring hilft eine magnetische Hülle – oder du nutzt die Powerbank einfach per Kabel.

Das passt dazu

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