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Warum 10 000 mAh nie 10 000 mAh sind

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RPD RedaktionVeröffentlicht 11. September 2026
Powerbank mit aufgedruckter Kapazitätsangabe neben einem Smartphone
Inhalt4
  1. 01mAh allein sagt nichts
  2. 02Die Faustregel: mal 0,6
  3. 03Wo die Energie hingeht
  4. 04Die Zahl, auf die es beim Kauf ankommt

Dein Handy hat einen 4000-mAh-Akku, deine neue Powerbank 10 000 mAh. Also zweieinhalb Ladungen? In der Praxis werden es knapp zwei. Wer den Grund kennt, kauft beim nächsten Mal die richtige Grösse, statt sich über die Anzeige zu ärgern.

mAh allein sagt nichts

Milliamperestunden sind nur die halbe Angabe. Sie beschreiben eine Ladungsmenge, aber ohne Spannung ist das wie eine Distanz ohne Einheit. Die Zellen in einer Powerbank arbeiten mit rund 3,7 Volt. Der USB-Ausgang liefert aber 5 Volt oder beim Schnellladen 9 bis 20 Volt. Die Elektronik muss also hochtransformieren, und dabei bleibt Energie als Wärme auf der Strecke.

Die ehrliche Grösse ist die Wattstunde. Sie steht bei guten Modellen klein auf dem Gehäuse: Kapazität in mAh geteilt durch 1000, mal 3,7 Volt ergibt die Wattstunden. Aus 10 000 mAh werden so 37 Wh.

Die Faustregel: mal 0,6

Rechne die Wattstunden auf die 5 Volt am USB-Ausgang um und zieh die Wandlungsverluste ab, dann bleiben rund 60 Prozent des Aufdrucks übrig. Das reicht für den Alltag völlig als Schätzung.

AufdruckWattstundenReal nutzbarLadungen iPhone 16
5000 mAh18,5 Whrund 3100 mAhknapp eine
10 000 mAh37 Whrund 6300 mAhetwa 1,7
20 000 mAh74 Whrund 12 600 mAhetwa 3,5
27 000 mAh100 Whrund 17 000 mAhObergrenze fürs Flugzeug

Wo die Energie hingeht

Ein Teil geht beim Hochtransformieren verloren, ein weiterer beim Laderegler im Handy. Kabellos kommt noch einmal deutlich mehr Verlust dazu, deshalb liefert dieselbe Powerbank magnetisch aufgelegt spürbar weniger als am Kabel. Kälte kostet zusätzlich: Bei fünf Grad in der Jackentasche sinkt die entnehmbare Menge messbar, wie wir in Handy im Winter beschrieben haben.

Die Zahl, auf die es beim Kauf ankommt

Vergleiche Wattstunden, nicht mAh. Wenn ein Modell mit 20 000 mAh wirbt, aber nur 60 Wh angibt, stimmt die Rechnung nicht: 20 000 mAh entsprächen 74 Wh. Die tatsächlich verbauten Zellen liegen dann eher bei 16 000 mAh. Diese Diskrepanz ist der zuverlässigste Hinweis auf eine geschönte Angabe.

Für den Arbeitsweg reichen 5000 mAh. Wer ein Wochenende ohne Steckdose plant oder ein Tablet mitversorgt, greift zu 20 000. Welche Bauform dazu passt, steht in Welche Powerbank brauche ich, und die Modelle findest du in den Powerbanks.

Häufig gestellte Fragen

mAh geteilt durch 1000, mal 3,7 Volt. 10 000 mAh ergeben so 37 Wh. Diese Zahl brauchst du auch für die Flugregeln.
Beim Umwandeln von 3,7 auf 5 Volt und im Laderegler des Handys geht Energie als Wärme verloren. Rund 60 Prozent der aufgedruckten Kapazität kommen an.
Nein, sie ist vor allem schwerer. Über 20 000 mAh wird das Gewicht spürbar, und für den Alltag bleibt die Hälfte ungenutzt.
Wenn mAh und Wattstunden nicht zusammenpassen. 20 000 mAh müssen rund 74 Wh ergeben. Steht dort deutlich weniger, sind weniger Zellen verbaut als beworben.
Ja, langsam. Etwa alle drei Monate nachladen hält sie fit. Dauerhaft leer oder dauerhaft voll gelagert altert die Zelle schneller.

Das passt dazu

#Powerbank#mAh#Wattstunden#Akku#Kaufberatung